Newsletter 04/2007
Paniktionismus - Aktionismus aus Panik
Eine Wortkombination aus »Panik« und »Aktionismus«. Beides Begrifflichkeiten, die nicht unbedingt positiv belegt sind. Leider aber gegenwärtig in vielen deutschen Salons gelebte Gefühle und Handlungen. Panik, weil die eigene Marktstellung von Discountern angegriffen und die Existenz in Frage gestellt werden. Aktionismus, weil offensichtlich sofort etwas passieren muss. Da werden die Discountpreise im Segment Mainstream eingesetzt und an das Schaufenster »gemalt«.
Sind sich diese Friseure nicht bewusst, dass weder ihr Salonkonzept noch ihre Kostenstruktur dafür ausgerichtet sind? Wissen sie nicht, dass die Mitarbeiter dafür nicht trainiert sind? Wissen sie nicht, dass sie damit ihre Stammkunden komplett vor den Kopf stoßen?
Das sind nur einige wenige Auswirkungen, die in der Regel überhaupt nicht berücksichtigt werden und die für das Unternehmen fatale und teilweise nicht mehr umkehrbare Folgen nach sich ziehen müssen.
Gegen geplante und zielgerichtete Aktionen sagt kein Mensch etwas, aber die Grundeigenschaften einer Aktion müssen berücksichtigt werden:
- Die Aktion ist zeitlich begrenzt.
- Die Aktion ist genau definiert (Dienstleistung, Zeit, Preis, Mitarbeiter, Produkte).
- Die Aktion ist auf die im Salon eingesetzte Strategie abgestimmt.
- Die Aktion ist zielgruppenkongruent.
- Die Aktion ist Bestandteil des jährlichen Marketingkonzeptes.
- Die Aktion ist als solche erkennbar und definiert.
- Die Aktion ist kalkuliert.
- Die Aktion wurde mit den Mitarbeitern besprochen und trainiert.
- Die Aktion wird kontrolliert und am Ende nachkalkuliert.
- Die Aktion wird ins Marketingportfolio mit aufgenommen oder verworfen.
Wenn Sie der Meinung sind, nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten zu können, so ist die Preisschraube und der damit verbundene Aktionismus sicher der verkehrteste Weg, um darauf zu reagieren.
Arbeiten Sie dafür an dem eigenen menschlichen und fachlichen Profil. Schärfen Sie Ihre Möglichkeiten und Chancen durch Qualifizierung. Es ist einfach falsch, dass heute alle Kunden in die Discounter strömen und nur noch nach dem Motto: »geiz ist geil« reagieren. Es sind bis zu 30% der friseurfähigen Bevölkerung, aber damit hat es sich. Die Mehrheit will das nicht. Für sie steht weiterhin die persönliche Zuwendung, das Frisurenerlebnis und die Individualität im Vordergrund. Wenn Sie sich nicht im Discountmarkt konzeptionell bewegen, lassen Sie daher die Finger von »Paniktionismus«.
Resonanzen aus dem Mandat
Folgenden Leserbrief hat Herr Albert Bachmann zum Artikel »Abzocke am Telefon - aus aktuellem Anlass« verfasst.
»Hallo Peter, Hallo Volker, Abzocke am Telefon, aus aktuellem Anlass: Diesen Punkt behandle ich auch im Telefontraining. Gerne stelle ich euch die entsprechende Seite als Info für alle Chefs & Mitarbeiter, die es interessiert, zur Verfügung.
Der Chef darf nur von vorher »freigegebenen Personen« gestört werden. Dieser kleine Gesprächsablauf soll sinnvollerweise bei einer Teamsitzung trainiert werden, so dass der Mitarbeiter am Telefon ganz souverän wirkt. Euer Albert Bachmann«
Regeln für den Gesprächsablauf nach Albert Bachmann:
Chef oder Mitarbeiter werden am Telefon verlangt: Mitarbeiter haben generell während ihrer Mittagspause Zeit zu telefonieren, sie sollen während ihrer Arbeit nicht gestört werden.
Für Telefonate, die den Chef, die Chefin betreffen, sind bestimmte Spielregeln einzuhalten. Es muss von vornherein geklärt sein, wer den Chef stören darf:
- Ehefrau / Ehemann
- Lieferanten / Außendienst
- Intercoiffeur-Mitglieder / Schützenverein-Mitglieder usw.
Ist ein Ihnen unbekannter Anrufer am Telefon, klären Sie ab, ob es sich um ein Privatgespräch oder um ein Anmeldegespräch handelt.
»Ist es privat, oder geht es um einen Friseurtermin?«
Sobald der Anrufer einen Termin vereinbaren möchte, helfen Sie ihm direkt.
»Der Chef arbeitet im Moment am Kunden, ich trage den Termin gerne für Sie ein.«
Handelt es sich bei dem Anrufer um einen privaten Anrufer, der »etwas verkaufen« will (Versicherungscheck, Geldanlagen, Telefonanbieter usw.), so notieren Sie bitte die Telefonnummer, den Namen des Anrufers und den Grund seines Anrufs.
"Sagen Sie mir bitte Ihren Namen, Ihre Telefonnummer und ein Stichwort, um was es sich handelt, der Chef meldet sich bei Ihnen."
Wenn ein Anruf wirklich wichtig war, wird der Chef sich gerne bei dem Anrufer melden, ansonsten...?
Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, steht Ihnen Herr Albert Bachmann gerne telefonisch zur Verfügung (Stichwort: »Blickpunkt der Chef wird am Telefon verlangt« und er ruft Sie sicher zurück). Sie erreichen ihn unter Albert Bachmann Consulting & Training
Tel. +49(0)9127-1469 oder per E-Mail bachmann-rosstal@t-online.de.
Wir feiern 5-jährigen Geburtstag!
Die Fröhlich & Friends Consulting ist 5 Jahre alt.
Vielen Dank liebe Mandantinnen und Mandanten. Wir sind stolz darauf, seit nunmehr fünf Jahren für Sie da sein zu dürfen.
Wir werden weiterhin alles daran setzen, damit Sie gesund bleiben und werden. Wir helfen Ihnen, dass Sie finanziell unabhängig und sorgenfrei Ihre Zukunft leben können. Wir sind gerne Ihre Berater, Ihre Gesprächspartner, Ihre Freunde und vieles mehr.
Ihre Vorstände & Berater Volker Fröhlich und Peter Hofmann.
Spruch des Monats
»Aktionismus - die Summe aus: Rücken zur Wand, Schweiß auf der Stirn, zittrigen Händen und einem Strudel im Hirn.« (Peter Hofmann)