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Newsletter 09/2008

Mitarbeiter gesucht

Land auf Land ab, herrscht ein großer Bedarf in guten Salons nach guten Mitarbeitern. Der Markt scheint leer gefegt und einen guten Mitarbeiter vom Markt zu erhalten, ist heute wie ein Sechser im Lotto. Die Tendenz im Friseurbereich geht hin zu den Kleinsalons.
Die Entwicklung scheint ungebrochen, hin zu französischen und italienischen Verhältnissen.

In immer mehr Friseursalons werden die Kunden von dem Inhaber, der Inhaberin und noch ein oder zwei Teilzeitkräften bedient. In den Zeiten steigender Preise und rasant steigender Inflationsraten scheint dies der Stein der Weisen zu sein, den sehr viele Friseurunternehmer in Deutschland gesucht und gefunden haben. Die Ausgaben im Weiterbildungs- und Werbebereich werden immer weiter zurückgefahren und reduzieren sich in vielen Fällen auf die Dekoration der Schaufenster.

Während die Friseursalons im Discountbereich wie Pilze aus dem Boden schießen, fällt es Friseuren im Mainstream-Bereich offensichtlich immer schwerer, sich auf dem Markt zu behaupten und ihren Mitarbeitern "gute Löhne zu bezahlen", die dann auch dazu führen, dass diese längere Zeit im Unternehmen verweilen. Die Vergangenheit hat immer wieder bewiesen, dass das Schwimmen mit dem Strom noch nie ein probates Mittel war, um die Stellung am Markt zu verbessern, dauerhaft vernünftige Einkommensverhältnisse zu erzielen und Wachstum zu generieren. Es geht heute mehr denn je darum, ein eigenes Profil zu schärfen und sich am Markt zu positionieren. Wenn ein Friseur das Gleiche tut wie alle anderen, wird es ein Kunde schwer haben, hier ein Profil zu erkennen. Aber ohne Profil sind Friseurbetriebe Substitutionsprodukte und unterliegen dem gnadenlosen Wettbewerb, der letztlich dazu führt, dass immer mehr Betriebe an das Existenzminimum geraten.

Daher ist es meines Erachtens notwendig, gerade im Mainstream-Bereich neue Ufer zu suchen. Wenn alle anderen Friseure ihre Mitarbeiterzahlen abbauen, dann heißt das für uns, dass wir als erfolgreiche Unternehmer unsere Mitarbeiterzahlen aufbauen müssen. Wenn alle anderen Friseure nicht mehr ausbilden, so ist es an uns, immer stärker auszubilden. Damit kommen wir auf einen sehr wichtigen Punkt, wenn es um die Mitarbeiter und die Konkurrenzfähigkeit der jeweiligen Unternehmen auf dem heutigen und dem zukünftigen Markt geht. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter ist sehr wichtig für eine erfolgreiche Zukunft. Bilden Sie aus, bilden Sie über Ihren Bedarf hinaus aus und führen Sie die Mitarbeiter über die Einführung einer zweiten Preisschiene, zum Beispiel in Form von Talentstudios, schnellstmöglich an einen eigenen Kundenstamm heran. Damit sind Sie eine echte Alternative zu den Discountkonzepten. Diese jungen trainierten Mitarbeiter sind eine echte Chance zu Mitarbeitern, die das Unternehmen aus den unterschiedlichsten Gründen heraus verlassen. Wichtig ist allerdings, dass diese Mitarbeiter vernünftig ausgebildet und trainiert sind.
Zwischenzeitlich bieten sehr viele Schulen spezielle Traineeprogramme an, bei denen die Auszubildenden innerhalb kürzester Zeit die Basicleistungen antrainiert bekommen und somit in der Lage sind, grundsätzliche Dienstleistungen selbstständig auszuführen. Wenn dies gewährleistet ist, können diese jungen Mitarbeiter eigene Kunden bedienen. Eine erweiterte Kundenstruktur kann in den eigenen Unternehmen bedient werden und in vielen Fällen tragen sich die Mitarbeiter nicht nur selbst, sondern sie tragen auch noch über ihre Umsätze zu einer Renditeverbesserung im Unternehmen bei.

Wenn wir schon bei dem Thema junge Mitarbeiter bzw. Auszubildende sind, gilt es hier, mit der Sensibilisierung zu beginnen. Viele Friseurunternehmer sind heute in einem Alter, in dem sie traditionelle Wertesysteme aufgesogen haben. Werte wie Treue, Freundlichkeit, Rücksichtnahme, Pünktlichkeit, Ehrgeiz, Verantwortungsbewusstsein und Ehrlichkeit wurden gelernt. Genau diese Werte werden von den Mitarbeitern eingefordert. Aus welchen Gründen auch immer sind diese Werte heute bei den aktuell am Markt befindlichen jungen Mitarbeitern nicht sonderlich stark ausgeprägt.

Wenn Sie daher darauf warten, einen Jugendlichen zu finden, der diesen Vorstellungen entspricht, so ist das ebenfalls ein sehr glücklicher Umstand, der aber heute die Ausnahme und keinesfalls die Regel sein dürfte. Junge Menschen sind anders als ältere Menschen und das war schon zu allen Zeiten der Menschheit so. Diese jungen Menschen sind nicht besser und nicht schlechter wie wir, sie sind anders. Diese Eigenheit gilt es zu tolerieren. Nur wenn wir es schaffen, diesen jungen Menschen die Freude am Leben zu belassen und ihre Eigenheiten berücksichtigen, werden wir sie in unsere Welt mitnehmen können. Nur wenn wir es schaffen, sie in unsere Welt der Produktionsprozesse, des Erfolges, der Strebsamkeit und der Langfristigkeit einzubeziehen, werden diese Menschen für uns auf Dauer gute Wegbegleiter werden. Wenn Sie mich allerdings fragen, was der Königsweg ist, um diese jungen Menschen mitzunehmen, so muss ich Ihnen sagen, dass ich bis heute am Suchen bin und eben diesen Weg noch nicht gefunden habe. Es funktioniert in einigen Fällen, in einigen Fällen funktioniert das nicht. Gerade deswegen ist es einfach wichtig, über den normalen Bedarf hinaus auszubilden, auch diese 4-monatigen Probezeiten zu nutzen, um zu testen, welche Möglichkeiten und Chancen in diesen jungen Menschen stecken.

Wenn wir drei junge Menschen als Auszubildende einstellen, so werden wir sehr schnell feststellen, dass ein maximal zwei tatsächlich geeignet sind, einen eigenen Kundenstamm aufzubauen. Der oder die Dritte wird in der Regel entweder für den Beruf nicht tauglich sein, oder aber als gute Assistenzkraft für die Dauer Ihrer stehen. Nach dem es sich bei der Suche nach neuen, guten Mitarbeitern und natürlich der Aus- und Weiterbildung um Themen handelt, die alle unsere Mandanten betrifft, sind wir seitens der Redaktion dankbar, für alle Anregungen, die wir an unsere Kunden weitergeben können, wie mit solchen jungen Menschen verfahren werden kann, dass Sie wirklich motiviert und selbstständig laufend Ihren Weg im Sinne des Unternehmens gehen. Gerne drucken wir auch Statements dazu ab und stellen diese zur Diskussionsgrundlage.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Vergnügen und Erfolg bei dem Aufbau und Ausbau Ihrer Unternehmen und der immerwährenden Aufgabe, neuen Menschen etwas zu zeigen und ihnen den Spaß und den Erfolg als Friseur näherzubringen und sie dabei zu unterstützen.

Montag geschlossen!

Ausgelöst durch die immer dünner werdende Personaldecke in deutschen Salons, werden in vielen Fällen die Öffnungszeiten aus der Personalnot heraus wieder reduziert. Während vor 20 Jahren der Montag als Friseurtag noch etwas vollkommen exotisches war, ist dies heute zum Normalfall geworden.

Die Endverbraucher haben gelernt, auch ganz normal am Montag zum Friseur zu gehen. Diese erweiterten Öffnungszeiten von Montag bis Samstag führen aber dazu, dass ein entsprechender Personalbedarf vorhanden ist, damit die Zeiten auch in Urlaubs- und Krankheitszeiten abgedeckt werden können. Durch immer weniger Mitarbeiter in den Friseursalons geht das nicht mehr und so werden immer mehr Montage wieder geschlossen und auf die übliche Öffnungszeit Dienstag bis Samstag reduziert. Es wird immer mehr zum Wettbewerbsvorteil, wenn der Montag mit angeboten werden kann, dafür ist eine entsprechende Mitarbeiterzahl notwendig. Sollte aus irgendwelchen Gründen der Montag nicht geöffnet sein, so sollte, wenn Sie mit und ohne Anmeldung arbeiten, das Telefon montags besetzt sein.

Eine der größten Veränderungen der Endverbraucher war und ist, die immer stärker werdende Spontaneität. Gerade jüngere Kunden sind heute sprunghafter denn je und die Notwendigkeit, jetzt sofort etwas haben zu wollen, ist angestiegen. Tendenziell wird diese Entwicklung auch nicht mehr umkehrbar sein, denn es gibt zwischenzeitlich einfach zu viele Angebote, die diese sofortige Verfügbarkeit abdecken.
Wenn Sie aber den Montag geschlossen haben und sind telefonisch nicht erreichbar, so vergeben Sie in vielen Fällen Chancen der Terminierung für die folgende Woche.

Daher sollten Sie über den Einsatz von externen Terminierern nachdenken. Zur Vorgehensweise könnte dies wie folgt aussehen: Sie leiten Ihr Geschäftstelefon am Montag auf eine Handynummer um. Dieses Handy hat eine Studentin, eine zuhause bleibende Mutter oder eine ehemalige Friseurin. Das Terminbuch hat diese Person am Samstag Abend erhalten und bringt dieses am Montag Abend wieder zurück. Für die eingehenden Terminwünsche steht diese Person zur Verfügung, sie trägt die Termine ein und wird pro erfolgreichen Termin vergütet. Wenn Sie einen neuen Kunden mit einem 5,- € Dienstleistungsgutschein begrüßen, so ist eine Honorierung in Höhe von 5,- € pro gemachten Termin auch hier denkbar.

Wenn Sie im Durchschnitt Waschen, Schneiden und Föhnen 35,- € haben, so bedeutet dies, dass trotzdem noch ein Deckungsbeitrag im ersten Moment in Höhe von 30,- € resultiert. Dafür haben Sie aber einen Termin vereinbart und dem Kunden die Möglichkeit gegeben, sich nicht anderweitig umzusehen.

Wichtig dabei ist einfach nur, dass Sie eine zuverlässige Person finden, die entsprechend in persönliche Terminierung eingewiesen wird und die nach diesen Kriterien dann die Möglichkeit hat, diese Termine zu vergeben. Nutzen Sie diese Möglichkeit und testen Sie es aus.

Im Steuerrecht ist es wie in der Mode – Alles wiederholt sich, egal wie schlecht es war!!!

Vorsteuerabzugsbeschränkung für privat mitgenutzte betriebliche PKW droht wieder: Der Gesetzgeber plant, eine Verschlechterung beim Vorsteuerabzug betrieblicher PKW wieder einzuführen, die schon einmal zwischen 1999 und 2004 gegolten hat und mangels europarechtlicher Genehmigung abgeschafft werden musste. Danach können Vorsteuerbeträge aus dem Kauf eines Kfz nur noch zu 50% geltend gemacht werden; Entsprechendes gilt für sämtliche laufenden (Betriebs-) Kosten, wie z. B. Benzin, Reparaturen, Ersatzteile oder Leasinggebühren. Betroffen sind insbesondere PKW, die betrieblichen Zwecken dienen und vom Unternehmer oder Personengesellschafter auch privat genutzt werden.

Nicht unter diese Regelung fallen Dienstwagen, die von Arbeitnehmern genutzt werden (hierzu gehört z. B. auch der einem Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH überlassene PKW; weil diese Fahrzeuge als ausschließlich unternehmerisch genutzt gelten).

Für die von der Änderung betroffenen Fahrzeuge ist der normalerweise zu ermittelnde, private Nutzungsanteil dann zwar nicht der Umsatzsteuer zu unterwerfen, die Vorsteuerabzugsbeschränkung bedeutet aber oftmals einen Liquiditätsnachteil, weil die Vorsteuererstattung beim Erwerb des Fahrzeugs geringer ausfällt. Die neue Regelung soll für alle Fahrzeuge gelten, die nach dem 31. Dezember 2008 angeschafft, hergestellt, eingeführt, gemietet oder geleast werden. Dieser Termin kann sich noch hinausschieben, wenn die Genehmigung des EU-Rates – die hier erforderlich ist – nicht rechtzeitig vorliegt.
Ob die gesetzliche Regelung tatsächlich verabschiedet wird, ist noch nicht sicher; eine Entscheidung des Bundesrates wird erst gegen Jahresende erwartet.

Ist der Erwerb eines entsprechenden Fahrzeugs in der nächsten Zeit geplant, sollte der Termin aber dennoch – wenn möglich – in die Planungen einbezogen werden, um den vollen Vorsteuerabzug auf jeden Fall sicherzustellen.

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