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Newsletter 01/2009

Auslastung sinkt, der Umsatz pro Kunde steigt – Gedanken zum EVA - Dienstleistungs-Vergleich 3. Quartal 2008 der Wella

Wie Sie sicher wissen bringt die Wella einen quartalsmäßigen Dienstleistungsvergleich heraus (EVA). Hier nehmen Wellakunden der unterschiedlichsten Größenordnungen teil. Auch diesen Bereich hat die Zöllner & Fröhlich Unternehmensberatungs GmbH seit neuestem übernommen. Es werden dabei Kategorien (nach Nettoumsätzen) separat betrachtet und in der Entwicklung dargestellt. In der höchsten Kategorie (Salons mit einem Nettojahresumsatz von mehr als 250.000,- €) ergaben sich folgende interessante Veränderungen:

Der Umsatz pro Kunde im Damensalon stieg von 35,04 € um 27% auf 44,64 €. Die Auslastung pro rechnerischer Vollkraft sank von 6,1 um –11,5% auf 5,4 Kundinnen pro Tag. Der Dienstleistungsfaktor stieg von 2,13 um 12% auf 2,35 (Damenbereich). Der Verlauf stieg von 2,98 € um 7% auf 3,18 €.

Die Preise wurden ordentlich erhöht, es wurden mehr Dienstleistungen durchgeführt und mehr verkauft. Allerdings sank die Auslastung relevant ab. Im ersten Schritt mag es eine sehr schöne Entwicklung sein, denn rein rechnerisch kommt so ein Umsatzzuwachs von 13% zustande. Allerdings darf nicht übersehen werden, dass die Auslastungsreduktion langfristige Folgen hat. Rein rechnerisch kam eine Vollkraft im Jahre 2007 (bei 217,5 Plantagen) auf 1.327 Damenbesuche pro Jahr. Bei Fortführung des Trends sinken die Damenbesuche pro Jahr dann auf 1.175. Das sind mehr als 150 Besuche pro Mitarbeiter und Jahr weniger. Darf man den Zahlen Glauben schenken, so verliert der Friseur in diesem Segment (auf die Dienstleistungsarten bezogen) gerade in der Kernkompetenz „Haarschnitt“ augenscheinlich. Im Jahre 2007 lag der Haarschnittanteil noch bei 69,4%, im Folgejahr sank der Anteil auf 64,1%. Die Farbe stieg zwar im gleichen Zeitraum von 45,5% auf 46,5%, aber sicher nicht im kompensierenden Sinne.
Aus dieser Betrachtung ergeben sich meiner Meinung nach zunächst einmal zwei Aufgabenstellungen. Die Kernkompetenz „Haarschnitt“ muss stärker in der Vordergrund gerückt werden. Dies erreichen wir, indem wir die ausgerufene Weiterbildungsoffensive aufgreifen und gerade im Schnittbereich aktiv schulen. Danach muss diese neue Qualität kommuniziert und verkauft werden. Die zweite Aufgabe ist die Auslastungssteigerung. Wir können den aufgezeigten Rückgang in keinem Falle hinnehmen. Wir brauchen mehr Kundenbesuche und zwar auf breiter Front. Natürlich sind Preiserhöhung ein jährliches Thema, daran sollten Sie auch weiterhin festhalten. Aber das reicht nicht aus, um dauerhaftes Wachstum zu generieren. Die Frage ist natürlich, wie schaffen wir das! Dafür gibt es die bekannten Ausrichtungen:

Für jede einzelne Ausrichtung gibt es Möglichkeiten und Chancen. Zunächst sollte der Fokus auf der Kundenbindung liegen. Sie ist die Grundlage für alle anderen Bereiche. Die Grundlagen sind gute fachliche und exzellente menschliche Leistungen, gepaart mit einer offensiven Kommunikation. „Tue Gutes und rede darüber – das ist die Zauberformel im Hinblick auf die Kundenbindung. Wann haben Sie übrigens das letzte Mal mit Ihren Mitarbeitern den Kundenumgang trainiert? Im Übrigen gehören zu diesem Bereich folgende Bestandteile (auszugsweise) höfliche und freundliche Umgangsformen; persönliches Auftreten gegenüber Kollegen, Unternehmern und natürlich Kunden; Vorgehensweise im Beratungsgespräch; persönliches und geschäftliches Outfit (Styling, Make up, Frisur, aktuelle Haarfarbe, aktuelle Haarschnitte) etc. pp. Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Mitarbeiter am Morgen fotografiert und mit dem Ergebnis überrascht. Im Idealfall können Sie Ihr Team und sich selbst bestätigen. Wenn das Ergebnis zu wünschen übrig lässt, so haben Sie ein weiteres Aufgabenfeld. Die Kamera zeigt vollkommen neutral auf, was der Kunde täglich bei Ihnen sieht. Erst wenn wir den Kundenverlusten Einhalten gebieten können, funktionieren alle anderen Marketingmaßnahmen. Daher sollten zunächst die Hausaufgaben gemacht werden. Das Ergebnis wird sich für Sie sicher auszahlen. Es springen genügend Kunden herum, die bei ihren Friseuren unzufrieden sind. So lange die anderen schlafen und Sie aktiv sind, können Sie nur gewinnen. Seien Sie bei den Gewinnern und vor allem handeln und sprechen Sie wie ein Gewinner. Gewinner jammern nicht, Gewinner tun etwas und zwar kontinuierlich.

Viel Erfolg

Zusatzinformation für Arbeitgeber und Steuerberater zur Pauschalbesteuerung für Arbeitgeberleistungen Rechtslage nach dem BVerfG-Urteil vom 9. Dezember 2008 zur Entfernungspauschale

Durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Dezember 2008 entfällt auch für die Pauschalbesteuerung von Arbeitgeberleistungen (Fahrtkostenzuschüsse und geldwerte Vorteile aus Sachleistungen) im Zusammenhang mit den Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte die gesetzliche Einschränkung, nach der die Pauschalbesteuerung für Arbeitgeberleistungen im Zusammenhang mit den Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte für die ersten 20 km nicht zulässig war. Diese Arbeitgeberleistungen wurden daher dem individuellen Lohnsteuerabzug unterworfen.
Für die nach dem 31. Dezember 2007 beginnenden Lohnzahlungszeiträume (2008, 2009) kann der Arbeitgeber nun eine Pauschalierung noch ab dem ersten Entfernungskilometer vornehmen, sofern er noch keine Lohnsteuerbescheinigung ausgestellt und übermittelt hat (§ 41c Abs. 3 EStG, R 41c Abs. 7 S. 1 LStR 2008).
Ob darüber hinaus auch für das Jahr 2007, für das bereits die Lohnsteuerbescheinigung ausgestellt und übermittelt wurde, noch eine nachträgliche Pauschalierung dieser Arbeitgeberleistungen möglich ist, wird zurzeit geprüft. Entsprechendes gilt für 2008 soweit bereits eine Lohnsteuerbescheinigung ausgestellt und übermittelt wurde (unterjährige Beendigung des Dienstverhältnisses). Diese Prüfung soll noch vor Weihnachten abgeschlossen und das Ergebnis an gleicher Stelle veröffentlicht werden.
Sofern der Arbeitgeber seine Leistungen für die ersten Entfernungskilometer in 2007 und 2008 individuell Lohn versteuert hat und keine Pauschalierung mehr vornimmt, kann die Versteuerung der ersten 20 Entfernungskilometer vom Arbeitnehmer bei seiner Einkommensteuer-Veranlagung 2007 und der anstehenden Einkommensteuer -Veranlagung 2008 rückgängig gemacht werden, indem dem bisher individuell versteuerten geldwerten Vorteil die in gleicher Höhe abzugsfähige Entfernungspauschale gegengerechnet wird.

5 Tipps, um in einer ökonomischen Krise motiviert zu bleiben…
von Andrea Jülichs (TelefonArt)

Hier sind unsere Tipps, weil Ihre gute Stimmung auch Ihre Tatkraft unterstützt: Ignorieren Sie die (schlechten) Nachrichten! Wenn der Tag mit Katastrophenmeldungen beginnt, kann weder Zuversicht noch Schaffenskraft in Ihnen entstehen. Hier ein Totschlag, dort eine Pleite und da eine Massenkarambolage - wie wollen Sie mit diesen Bildern zuversichtlich in Ihren Arbeitstag gehen? Und mal ehrlich - gibt es irgendeine Nachricht, die sich konkret negativ auf Ihren Tagesablauf auswirkt, wenn Sie sie nicht hören?

Entfachen Sie Ihre körpereigenen Glückshormone! Beginnen Sie den Tag perfekt - nutzen Sie alles, was Sie in gute Stimmung versetzen kann: Gymnastik/Sport/Yoga vor dem offenen Fenster mit tiefen Zügen von frischer Luft, entspanntes Frühstück mit Obst, Saft, Ei, Müsli, Joghurt, Kaffee, Tee - es kann auch wenig sein! Freundliche Worte am Frühstückstisch, gute Gespräche mit Ihrer Familie - einmal am Tag den Anderen loben, stimmungsvolle Musik, ätherische Öle zum Wachwerden und Auftanken. Falls Sie morgens Zeitprobleme haben, können Sie Vorbereitungen für Ihren perfekten Start in den Tag bereits am Abend vorher treffen (Tisch decken, Kleidung heraussuchen etc.).

Pflegen Sie Ihren eigenen Zweckoptimismus! Sie müssen nicht mit einem Dauergrinsen und lautem Motivationsgebrüll durch den Tag gehen - positives Denken allein löst noch keine Probleme. Doch wenn Sie es schaffen, sich dem Sog Ihrer eigenen negativen und ängstlichen Gedanken zu entziehen, dann erschließen Sie sich Kraft und Energie für Ihre eigentlichen Aufgaben, weil Sie sich auf das für Sie Wichtige konzentrieren können.

Nutzen Sie die “Macht der inneren Bilder”! So schädlich wie eigene zersetzende Gedanken können sich manche Gespräche mit Menschen auswirken: danach fühlen Sie sich saft- und kraftlos und wie ausgelaugt. Wenn Sie genau hinhören, stellen Sie fest, dass nur Schlechtes, Schwieriges, Böses erahnt, vorweggenommen oder diskutiert wird. Die Bilder, die Ihr Gehirn von solchen Szenarien entwickelt, sind ausweglos. Schaffen Sie sich Bilder, die Sie mit Neugier, Vertrauen und Mut ausstatten, mit Kraft und Energie, um Neues zu entwickeln. Wer mehr zu diesem spannenden Thema lesen möchte, kann dies bei Gerald Hüther in “Die Macht der inneren Bilder” tun:

Führen Sie ein persönliches Erfolgsjournal! Setzen Sie dem täglichen - meistens - negativen Einerlei bewusst einen positiven, fröhlichen und lustigen Gegenpol entgegen. Notieren Sie sich einmal täglich, wer oder was Sie erfreut hat, welche tollen neuen Ideen (z.B. für Kunden!) Sie haben, was Sie schön und aufregend finden. Neben einer Sammlung von kreativen Gedanken hebt das Schreiben allein bereits die Stimmung durch Ankurbelung körpereigener Glückshormone. Besonders schön, fand ich in dem Zusammenhang folgende Idee.

In diesem Münchner Stadtmagazin für Familien werden bewusst ausschließlich gute Nachrichten, Tipps und Hinweise veröffentlicht - von einem Ehepaar, das fünf Kinder hat und dieses Projekt angestoßen hat.
Vielleicht sagen Sie jetzt: Das ist doch zu banal in schwierigen Zeiten! Und doch sind gerade in solchen Zeiten erfolgreiche Geschäftsideen geboren worden, weil Menschen Chancen gesehen und verfolgt haben, ohne sich beirren zu lassen.

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