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Newsletter 06/2009

Was in unseren Salons alles passiert

Ein Mandant brachte mir nachfolgendes Schreiben mit, das eine Kundin einer Mitarbeiterin zur Behandlung übergeben hat. Ich fand das so interessant, dass auch Sie in den Genuss der Lektüre kommen sollten. Ich denke, dass es ein guter Aufhänger für eine Mitarbeiterbesprechung wäre. Das Thema könnte lauten:

Genau zuhören.

Kleiner Leitfaden für die Frau / den Mann am beringten Ende der Schere. Oder: Wie ich meinen neuen Haarschnitt haben will – und wie nicht! Ein Brainstorming.

So will ich ihn:

Gut aussehend, er an mir und ich mit ihm. Pflegeleicht, weil ich kaum stylen kann / will. Ausgefallen, unscheinbar bin ich so genug. Sportlich, ich kann’s gebrauchen... Maskulin, weil ich halt beides bin.

Und so nicht: damenhaft, altfränkisch, langweilig, streng.

Vorsicht! Mein Haar ist recht fein und verwirrt leicht. Zur Zeit befindet sich meine „Mähne“ in einem fast gänzlich ungekämmten Zustand, sorry! Es ist ziemlich trocken und elektrisiert gern. Ganz kurz geschnitten und ganz lang gewachsen sehen meine Haare glatt aus; dazwischen eher wellig. Im Nacken ist mein Haaransatz hoch. Mein Gesicht ist kantig, voll und faltig. Manchmal habe ich mit kurzem Haar gar zu bieder ausgesehen und noch älter als ich eh’ bin (knapp 25 – und Zahlenlegasthenikerin...), vielmehr war; aber mindestens siebenmal auch schon ganz toll – na ja, wenigstens am Haar!

Besondere Vorlieben: Mein Scheitel darf fallen, wie er will. Die Kopfhaut wird gern kräftig massiert. Gut warmes Wasser zum Shampoonieren + Ausspülen, eiskaltes zum Abschrecken. Asymmetrische und punkige Looks, soweit altersverträglich.

Gespräch locker kommen lassen. Danke für Ihre Geduld! (wh)
Die Erfolgs- Vergleichsanalyse 2009 Von Peter Hofmann

Die Referenten Peter Lehmann und Peter Zöllner präsentierten auf dem Management Congress 2009 in Frankfurt die Zahlen, Daten und Fakten der Erfolgs-Vergleichsanalyse 2009. Hier ein kurzer Auszug und meine Interpretation.

Es zeigen sich folgende Entwicklungen:

Die Betriebsstätten stiegen von 63.317 im Jahre 2008 auf 75.629 an.
Im Jahre 2008 wurden 4.817 Salons abgemeldet, 6.365 neu angemeldet. Damit wurden 1.548 Betriebe mehr eröffnet wie geschlossen (2,1%).
Die Beschäftigten in Friseurunternehmen wurden wieder um 3% gegenüber dem Vorjahr weniger. Damit sank die Beschäftigtenzahl seit dem Jahre 2000 kontinuierlich ab. Während im Jahre 2002 die Männer noch 7,1 Mal im Jahr zum Friseur gingen, so sank dieser Wert im Jahre 2008 auf 6,0. Die Besuchshäufigkeit der Damen sank im gleichen Zeitraum von 6,0 auf 5,5 Besuche pro Jahr ab.
Während die Preise im allgemeinen von 2007 auf 2008 um 2,7% anstiegen, hinkte das Friseurhandwerk mit 1,2% relevant hinterher. Die EVA-Teilnehmer steigerten ihre Preise um 2,0%.

Die Umsätze im Friseurhandwerk sanken seit 2001 bis 2008 kontinuierlich ab, von 2007 auf 2008 war noch ein kleines Minus von 0,8% zu verzeichnen.

Peter Lehmann fasste es am Ende des ausführlichen Vortrages (hier sind nur Auszüge wiedergegeben) wie folgt zusammen: „Ganz offensichtlich sind Sie nach dem ganzen noch immer verwirrt, aber auf einem höheren Niveau.“

Was interpretieren wir aus diesen Zahlen?

Der Markt ist in einem enormen Wandel und die Geschwindigkeit nimmt eher zu wie ab. Viele der Mitarbeiterabgänge finden sich in den neuen Betriebsstätten als Jungunternehmer/innen wieder.
Die Besuchshäufigkeit nimmt weiterhin ab, hier ist kein Trendwechsel erkennbar.
Nachdem die Anzahl potentieller Kunden in Deutschland ebenfalls eher abnimmt als zunimmt, führt dies zu einer erhöhten Konkurrenzsituation um jeden einzelnen Kunden.
Die Preise steigen, sie wurden aber im Friseurhandwerk nicht im Einklang mit angehoben. Das führt bei sinkenden Umsätzen und steigenden Kosten zu sinkenden Margen und meist zu sinkenden Renditen. Erste Anzeichen spiegeln die Kontostände wider.
Was machen wir mit diesen Ergebnissen?

Variante 1: „Nichts – was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“
Variante 2: „Panik – Sparen, wo es nur geht.“
Variante 3: „Aktionismus – ich weiß zwar nicht, warum ich es tue, aber zumindest tue ich was.“
Variante 4: „Achtsamkeit – ich achte auf das, was ich tue, wie ich es tue, wann ich es tue, für wen ich es tue und mit wem ich es tue.“

Entschließen Sie selbst, für welche Variante Sie sich als Mandanten der wohl zwischenzeitlich renommiertesten Unternehmensberatung auf dem Friseurmarkt entscheiden.

Für uns kann es nur den Weg „Achtsamkeit“ geben. Denn er ist es, der Erkenntnisse aus der Vergangenheit würdigt, Aktualitäten aus der Gegenwart wahrnimmt und neue Wege in die Zukunft weist.
Das eigene Unternehmenskonzept ist einer kontinuierlichen Überprüfung zu unterziehen. Biete ich den Nutzen, den meine heutigen und zukünftigen Kunden wollen und wofür sie bereit sind, Geld auszugeben? Habe ich eine Mannschaft, die diesen Weg mitgeht und aktiv mitgestaltet? Sind meine Unternehmungen eindeutig identifizierbar, grenzen sie sich klar ab?

Dr. Dr. Cay von Fournier bringt dies sehr schön auf den Punkt:

„Es ist keine Frage mehr, ob Sie sich verändern müssen; die einzige Frage ist, ob Sie schnell genug sein werden.“
Tipp: Dr. Dr. Cay von Fournier wird im Herbst 2009 ein 4 Tagesseminar zu dem Thema: „Unternehmerenergie“ zusammen mit der Firma Wella AG auflegen. Unseres Erachtens ein sehr sinnvolles Seminar.

Ausgelöst durch einen Fernsehbeitrag stieß ich auf die Fastfoodkette „Hooters“. Die Geschäftsidee ist im Internet einfach nachzulesen:

„Was uns wirklich interessiert, sind Sie, liebe Gäste – denn für uns stehen SIE im Mittelpunkt. Genießen Sie Ihren Besuch mit Burgern, Chicken Wings, Sport, guter Musik, kühlem Beck´s und den weltberühmten Hooters Girls
Und nun den Vorhand auf ... Hooters makes you happy!“
Burger, Cola, Pommes haben alle Fastfoodrestaurants – aber Hooters hat mehr.

Hier zwei Beispiele:

Hootie Burger (70 gr.) 2,- €, Hamburger von Burger King (115 gr.) 0,99 €.
Coca Cola bei Hooters (0,5 Ltr.) 3,10 €, die gleiche Menge Burger King 1,99 €.

Was hat Hooters, was Burger King und Konsorten nicht haben, dass für vergleichbare Produkte und relativierte Mengen (Cola 56%), (Hamburger 233%) relevant höhere Preise genommen werden. Es ist ein gutes Gefühl, was verkauft und vom Kunden gerne bezahlt wird. Für alle Interessierten die Homepage von Hooters in Düsseldorf: http://www.duesseldorf-hooters.de

Der Schlüssel für den dauerhaften Erfolg – und zwar zu jeder Zeit und an jedem Ort dieser Welt – lautet: Achtsamkeit. Lasst uns alle achtsam sein. Dann sind wir der Konkurrenz immer um Meilen voraus.

UNSER TEAM HAT VERSTÄRKUNG BEKOMMEN

Frau Nadine Schlötterer ist gelernte Industriekauffrau. Sie ist im Unternehmen für die monatlichen Auswertungen des Salonvergleichs zuständig. Ihre Hobbies sind Nordic Walking, Tischtennis und Lesen. Zusammen mit ihrem Mann reist sie gerne in den Süden. Nadine freut sich auf ihre neuen Aufgaben und eine tolle Zusammenarbeit.

Herr Sebastian Fröhlich ist gelernter Kaufmann für Bürokommunikation. Er ist im Unternehmen als Beraterassistent für Herrn Thomas Keitel zuständig. In seiner Freizeit geht er Reiten und Segeln. Sebastian freut sich auf eine neue, anspruchsvolle Aufgabe und eine gute Zusammenarbeit.

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