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Newsletter 10/2009

Was Vermittler für Versicherungen und Kredite erhalten

Mit der Finanzkrise und den teils großen Verlusten von Privatanlegern sind die Provisionen von Finanzvermittlern unter Beschuss geraten. Der Vorwurf von Verbraucherzentralen: Bei Beratungsgesprächen gehe es vor allem darum, viele Provisionen zu verdienen. Um welche Beträge handelt es sich hierbei? Wir haben einen Überblick für die typischen Finanzgeschäfte erstellt.

Lebensversicherungen
Bei Kapitallebensversicherungen, Privatrenten oder Berufsunfähigkeitsversicherungen ist die Provisionsgrundlage generell die Summe aller künftigen Prämien. Je länger der Vertrag läuft, desto besser für den Vermittler. Bei einer Monatsprämie von 100,- € und einer Beitragszahlungsdauer von 35 Jahren ergibt sich zum Beispiel ein Gesamtbetrag von 42.000,- €. Bei einem üblichen Provisionssatz von vier Prozent ergibt sich eine Provision von 1.680,- €. Große Vertriebsfirmen bekommen laut Branchenkennern oft bis zu sieben Prozent – dann würde die Provision schon knapp 3.000,- € ausmachen.

Krankenversicherungen
Bei privaten Kranken-Vollversicherungen als Krankenzusatzversicherungen wird die Provision nach anfänglichen Monatsbeiträgen (MB) errechnet. Sechs bis acht MB sind üblich. Bei einer Monatsprämie von 300,- € für eine Vollversicherung und einer Provisionsvereinbarung über acht MB, verdient der Vermittler beim Abschluss somit 2.400,- €. Wie bei Lebensversicherungen bekommen große Vertriebsfirmen oft deutlich mehr. Um bestimmte Tarife möglichst schnell zu verkaufen, werden laut Branchenkennern auch bis zu 12 MB bezahlt.

Investmentfonds
Bei Einmalanlagen wie Sparplänen hängt die Provision wesentlich vom „Ausgabeaufschlag“ ab, auch Agio genannt. Bei Rentenfonds beträgt dieser meist drei Prozent, bei Aktienfonds fünf bis sechs Prozent. Bei einer Einmalanlage von 10.000 ,- € und einem Agio von 5 Prozent, würden nur 9.523,- € wirklich angelegt, die restlichen 477,- € würden als Agio abgezogen. Davon erhält der Vermittler meist 75% bis 90%. Neben dem Agio werden Vermittler in der Regel an der jährlichen Verwaltungsvergütung beteiligt. Handelt es sich um eine Investmentfonds-Police, so wird die Vermittlung wie bei einer Lebensversicherung abgerechnet.

Immobilienfinanzierung
Bei Krediten liegt der Provisionssatz zwischen 0,5 und 2,0 Prozent. Bei einem üblichen Satz von einem Prozent erhält der Vermittler von 250.000,- € Hypotheken-Darlehen somit 2.500,- €. „Das Geld zahlt letztendlich der Kunde über einen höheren Effektivzins“, sagt Arno Gottschalk, Baufinanzierungsexperte bei der Verbraucherzentrale Bremen.
„Wenn der Kunde durch die Mühe eines Vermittlers einen günstigen Kredit mit guten Konditionen bekäme, wäre dagegen nichts einzuwenden. Aber vielfach werden überteuerte Kredite vermittelt.“ Wird vorab ein Bausparvertrag abgeschlossen, so beträgt die Provision meist 1 oder 1,6 Prozent der Bausparsumme. Bei 100.000,- € Bausparsumme wären das 1.000,- € oder 1.600,- €.

Beteiligungen
Für Firmenbeteiligungen, etwa in geschlossenen Fonds, fließen häufig zehn bis 15 Prozent, der Einlage in den Vertrieb. Ebenso lukrativ kann es für den Vermittler sein, Unternehmensanleihen zu vermitteln. Dabei handelt es sich mitunter um Unternehmen, die wegen schlechter Bonität an der Börse keine Geldgeber mehr finden und nun als „Geheimtipp“ für Privatanleger herumgereicht werden.

Verkaufsdruck der Banken – Anmerkung von Peter Hofmann, Berater der ZFU GmbH

Rein auf Provisionsbasis arbeiten generell freie Vermittler. Der fest angestellte Mitarbeiter einer Bank oder Versicherung bekommen deutlich geringere oder gar keine Provisionen zusätzlich zu seinem Gehalt. Allerdings besteht ebenso Verkaufsdruck, weil von den Vorgesetzten Umsatzvorgaben gemacht werden.

Entweder sollen „Hausprodukte“ verkauft werden oder Angebote von Kooperationspartnern, die dann wiederum Provisionen an den Arbeitgeber des fest angestellten Mitarbeiters zahlen.

Anhand der aufgeführten Provisionen sehen Sie, was unsere Arbeit in Teilen Wert ist. Wir verhandeln für Sie und Sie erhalten die jeweils best möglichen Konditionen. Das geht aber nur, weil wir weder von Versicherungen, noch Kreditinstituten Provisionen erhalten.

Ausführlichere Beschreibung der Vorträge am Mandatstreffen 2009:

Die 5A-Strategie – Wolf Davids (Creative Consulting Davids)
Alles anders machen als alle anderen. Diese Überschrift zierte der engagierte, emotionale und hoch motivierende Vortrag von Herrn Wolff Davids.
Letztlich ging es darum, neue Möglichkeiten und Chancen für den Friseur im Mainstream und High-Class-Bereich aufzuzeigen. Das Zauberwort ist upgrade. Aus bisher „normalen“ Dienstleistungen werden durch Ergänzungen und alternativen Verknüpfungen neue und innovative Produkte und Leistungen.

Warum überhaupt Krise? –Volker Fröhlich (Zöllner & Fröhlich Unternehmensberatungs GmbH)
Herr Fröhlich griff das Thema Krise und Krisenmanagement auf. Er zeigte einprägsam und verständlich auf, wie es zu den Krisen kam. Diese Abfolge wurde logisch und konsequent aufgezeigt. Die Krisen sind noch lange nicht vorbei, aber es ist bereits ein Funken am Horizont zu erkennen. Er stellt das Versicherungssystem grundsätzlich in Frage und verwies auf alternative Lösungsansätze.

Das erfreuliche an der Situation ist, dass die Friseurbranche als eine nur am Rande betroffene Branche definiert wird. UnternehmerInnen, die Ihre Hausaufgaben gemacht haben und sich konsequent und griffig aufgestellt haben, werden aus dem Krisenszenario als Gewinner aussteigen.

Führung in Zeiten der Wettbewerbsverdrängung
Thea Simon van de Ven (Training & Beratung, 2003 Auszeichnung mit dem deutschen Trainerpreis in Gold)

Frau van de Ven wurde Ihrem Ruf als hervorragende Trainerin und Fachfrau voll gerecht. Sie zeigt Lösungsmöglichkeiten auf, wie Mitarbeiter entwickelt werden können. Sinnvolle Wege der Kommunikation gehörten genauso zum Programm, wie das Mitarbeiter-Krisen-Management.

Mitarbeiter sind die wertvollste Ressource eines Dienstleistungsgewerbes. Dementsprechend müssen diese auch gefordert und gefördert werden. Das nicht alle Zuhörer dem Gesagten ungefiltert zustimmen konnten, liegt auf der Hand und tat dem Vortrag keinen Abbruch.

Charakterstärke – Peter Zöllner (Zöllner & Fröhlich Unternehmensberatungs GmbH)
An einem aktuellen Beispiel zeigte er auf, in welchen Bereichen heute UnternehmerInnen aktiv sein müssen. Eine aktuelle Studie aus dem Mandat zeigt auf, dass in ausgewählten Betrieben die besten Termine (morgens und abends) gezielt seitens der Mitarbeiter nicht verkauft werden. Bei dem angesprochenen Betrieb wurden in einem Monat gerade einmal zwei Kassenvorgänge nach Dienstschluss registriert. Die ersten Kassenvorgänge am Morgen waren ebenso zu spät zu verzeichnen.

Damit gehen dem Unternehmen relevante Umsätze verloren und Zusatzkosten durch herumstehende Mitarbeiter verschlimmern noch die Situation. Durch gezielte Dienstleistungsdefinition (Zeit und Form), sowie ausgearbeitete Schichtpläne wird die Situation neu aufgestellt. Beim nächsten Mandatstreffen werden die Ergebnisse sicher aufgearbeitet. Neben den Vorträgen stellten außerdem folgende Firmen aus:

ECS – Computerlösungen
Hier wurde die neuste EDV-Version des Kassensystems gezeigt. Eine hervorragende Möglichkeit einer Kassen- und Marketinglösung.

Ne0o media gmbh, im Wartebereich und gleichzeitig auf der ganzen Welt online.
Die beiden Geschäftsführer zeigten die Möglichkeiten der Terminals auf. Surfen, e-mailen und werben – eine grandiose Idee für professionell aufgestellte Friseurunternehmen.

Fröhlich & Friends Consulting AG -die Spezialisten in Sachen Friseurwerbung
Herr Hofmann zeigte an dem beeindruckenden Stand Lösungen zur Präsentation auf. Vom einfachen Kundenstopper bis zur Vollwettertauglichen Außenpräsentation wurde alles aufgezeigt. Gerade die LED-Lösungen fanden große Aufmerksamkeit. Mit gewöhnlichen Postern können hervorragende Ergebnisse erzielt werden.

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