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Newsletter 12/2009

Über den Tellerrand geblickt – oder: "Was haben wir mit den Indern gemeinsam?" von Peter Hofmann (Quelle: Absatzwirtschaft 2009)

Eine aktuelle Studie von BBDO und Proximity India analysiert die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das weltweite Konsumentenverhalten. Im Rahmen der Studie wurden über 15.000 Konsumenten in 15 Märkten untersucht.

Kernergebnisse: Inder, aufgefangen durch enge familiäre und soziale Netzwerke, bewältigen die wirtschaftlichen Herausforderungen der Krise weitaus besser als Amerikaner, Asiaten und Europäer. Die Antwort auf die Krise lautet Zuflucht in Werte wie Familie und Religion.

Die Studienergebnisse zeigen einen deutlichen Anstieg der Religiosität in vielen asiatischen Märkten, insbesondere in Indien. Die Menschen wollen mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen, geben mehr Geld für Geschenke und Feierlichkeiten aus und zeigen eine größere Spendenbereitschaft.
Auch das Umweltbewusstsein ist gestiegen. 65 Prozent der Inder versuchen durch umweltschonendes Verhalten Geld einzusparen, über 50 Prozent Vertrauen beim Einkauf auf persönliche Empfehlungen und 62 Prozent sind bereit, weniger, dafür qualitativ hochwertige Waren zu kaufen und dafür auch mehr.
Dies korrespondiert mit den Ergebnissen der im Mai von BBDO Consulting veröffentlichten Studie „Werte im Wandel. Warum Unternehmen ein neues Kundenverständnis brauchen.“
Hier wünschten sich 57 Prozent der Befragten mehr Glaubwürdigkeit, 53 Prozent mehr Familienfreundlichkeit und 95 Prozent erwarteten vom idealen Unternehmen „Zuverlässigkeit“.

Insgesamt wurden Umwelt- und soziale Aspekte sowie Kundennähe stark befürwortet, während eine auf Leistung und Besitz orientierte „Ellbogenmentalität“ abgestraft wurde.

Udo Klein-Bölting, CEO von BBDO Consulting: „Die neuen Erkenntnisse bestätigen unsere Untersuchungsergebnisse auf globaler Ebene.

Was wir derzeit erleben, ist ein weltweiter, fundamentaler Bewusstseinswandel der Konsumenten. Es geht darum, ihr psychologisches Gerüst nach der Krise zu verstehen, denn eine Erholung der Nachfrageseite wird vom Verbrauchervertrauen abhängen.

Weniger, klarer und ehrlicher lautet die Formel für die nächsten Jahre. Dazu bedarf es einer schnellen, grundlegenden Umgestaltung der Kundenpartnerschaften.“

Was können wir als Friseurunternehmer daraus ableiten?

57% wünschen mehr Glaubwürdigkeit
53% wünschen mehr Familienfreundlichkeit
95% erwarten Zuverlässigkeit

Glaubwürdigkeit, Freundlichkeit und Zuverlässigkeit sind Aspekte, die von jeher Schlüsselfaktoren in unserer Branche waren. Hier gilt es, nichts großartiges zu verändern, sondern vielmehr damit aktiv zu arbeiten. Die Frage stellt sich nach dem wie, wann und was. Lösungsansätze könnten sein:

Glaubwürdigkeit
Versprechen Sie nichts, was Sie und Ihre Mitarbeiter nicht halten können. Zeigen Sie Ihre Leistungen und Preise klar und deutlich auf, vermeiden Sie „ab“ Preise. Denken Sie über eine Leistungsgarantie nach. Erfüllen Sie Reklamationen umfassend und ohne in die Argumentation zu gehen.

Freundlichkeit
Trimmen Sie Ihr Team auf Freundlichkeit und gehen mit gutem Beispiel voran.
Tragen Sie Namensschilder (Vor- und Nachname), damit Sie aus der Neutralität herauskommen. Sprechen Sie den Kunden mit dem Namen an. Alle Mitarbeiter begrüßen jeden Kunden und verabschieden ihn auch.

Zuverlässigkeit
Schaffen Sie Vertrauen durch Offenheit, Pünktlichkeit und ehrliches Wohlwollen. Beraten Sie Ihren Kunden und kommen Sie zu einem eindeutigen Kommitment. Notieren Sie sich Empfehlungen, damit die Aussagen beim nächsten Termin in die gleiche Richtung gehen. Nehmen Sie jeden Kunden ernst und seien Sie aufmerksam.

Wenn fachliche und emotionale Kompetenz gelebt werden, sind Sie und Ihre Betriebe bestens für die Zukunft aufgestellt. Und prüfe, wer sich ewig ( zumindest für 3 Jahre) binde ... von Peter Hofmann

Auf Rang 5 rangieren die Friseure, wenn es um Ausbildungsabbrüche geht. Nahezu jedes 5te Ausbildungsverhältnis wird vorzeitig beendet.
Woran liegt diese hohe Abbrecherquote?

Diese Liste ließe sich noch erweitern, aber Sie kennen sicher noch weitere Gründe aus Ihrer eigenen Erfahrung. Eines dürfte klar sein:

Wenn ein Ausbildungsverhältnis abgebrochen wird, so hat dies gerade auf das Unternehmen negative Auswirkungen.

Die Ausbildungszeit und die Ausbildungskosten können Sie schon einmal in die Tonne treten. Ganz zu schweigen von dem Ärger und der verlorenen Energie, die durch den Akt frei geworden sind.

Natürlich ist niemand gegen einen Fehlgriff gefeit, aber wiederholtes Fehlverhalten lässt sich in den Griff bekommen. Halten Sie sich an folgende Regeln und die Erfolgschancen steigen für beide Seiten:

Herzlichen Dank für Ihre Treue – Und wieder geht ein Jahr zur Neige...

Es scheint, als ob wir den letztjährigen Weihnachtsgruß erst gestern an Sie verfasst hätten.
Die Zeit vergeht tatsächlich wie im Fluge. Lassen Sie uns bitte einmal kurz inne halten und verweilen. Ein Jahr mit vielen Ereignissen liegt hinter uns. Krisen aller Ortens und eine Stimmung, die oft von Angst und Befürchtungen getragen war. Und doch ein Jahr mit vielen Veränderungen, auch bei uns. Menschen sind gegangen, Menschen sind gekommen. Türen wurden geschlossen und neu geöffnet.

Es war sicher kein einfaches Jahr, aber jeder von uns hat es auf seine Art und Weise gemeistert. Werden Sie sich dieser Stärke bewusst, denn auch das nächste Jahr wird wieder alles von uns fordern.
Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen auch das Jahr 2010 gestalten zu können.

Ihre Geschäftsführer

Peter Zöllner & Volker Fröhlich

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