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Newsletter 08/2010

Was verdient ein Mitarbeiter und was sollte er bringen?
Von Peter Hofmann

Immer wieder hören und lesen wir von Dumpinglöhnen in der Friseurbranche. Für die von uns betreuten Mandanten gilt das nicht.
Es werden ausnahmslos die tariflich vereinbarten Grundlöhne als Mindestlöhne bezahlt.

Damit sind unsere Mandanten aus diesem Spiel. Viel wichtiger aber noch ist die Tatsache, dass jeder Friseurunternehmer Mitarbeiter beschäftigt, um Geld zu verdienen. Ohne den notwendigen Gewinn, wird sich kein Unternehmen in der Länge am Markt behaupten können.

Die Mindestlöhne für Gesellen liegen in Baden-Württemberg bei 1.437,50 €, in Hessen bei 1.353,00 € und in Nordrhein-Westfalen bei 1.485,00 €.
Das sind keine Hungerlöhne, wenn noch hinzu gerechnet wird, dass „normale“ Mitarbeiter je nach Auslastung zwischen 10,00 € und 50,00 € Trinkgeld pro Tag zusätzlich erhalten.

Damit sich ein Mitarbeiter auf Dauer für Sie als Unternehmer/in rechnet, sollte ein Lohnkostenanteil von 35% erreicht werden.
In der nachfolgenden Berechnung zeigen wir Ihnen auf, wie sich das dann darstellt:
Ein Mitarbeiter hat ein Anrecht auf Urlaub, ist krank, geht auf Seminare und genießt die Feiertage – das ist auch gut so.

Dadurch resultiert aber ein Wert von 210 Plantagen pro Jahr, an denen er/sie für Sie arbeiten kann.
Bezahlen müssen Sie ihn/sie aber zwölf Monate hindurch.

Daher muss der Mitarbeiter den Zielumsatz in eben diesen 210 Plantagen erwirtschaften. In Baden-Württemberg erhält ein Geselle einen Mindestlohn von 1.437,50 €. Dafür muss er Ihnen dann einen Jahresumsatz von 72.140,00 € erwirtschaften. Bringt er mehr ein, so verdienen Sie mehr und der Mitarbeiter kann auch mehr bekommen. Wird der Zielumsatz nicht erreicht, so verdienen Sie weniger und der Mitarbeiter kann auch nicht mehr erhalten.
In Baden-Württemberg braucht der Mitarbeiter einen durchschnittlichen Umsatz pro Tag von knapp 344,- €. Gehen wir von einem ebenso durchschnittlichen Umsatz pro Kunde von ca. 35,- € aus, so benötigt er knapp 10 Kunden täglich.
Wenn der Umsatz pro Kunde höher ist (beispielsweise 45,- € = höherer Damenanteil), so braucht der Mitarbeiter noch knapp 8 Kunden pro Tag.
Wenn der Umsatz pro Kunde niedriger ist (Beispielsweise 25,- €), so müssen schon etwa 14 Kunden pro Tag bedient werden.
Letztlich ist es egal, mit welcher Struktur die Umsätze realisiert werden. Fakt bleibt allerdings, dass Einzelunternehmen diese Größenordnungen benötigen, um vernünftig arbeiten und nachhaltig Geld verdienen zu können.
Wenn wir uns im Systemfriseurbereich bewegen, sind allerdings andere Ansätze in Anwendung zu bringen.

Natürlich sind noch sehr viele Mitarbeiter weit weg von ihren Zielvorgaben, umso wichtiger, dass Sie als Unternehmer aktiv werden.
Die Grundlage ist zwangsläufig die korrekte Datenerfassung, denn ohne belastbares Zahlenmaterial ist eine Führung schwer möglich. Es sollte Ihnen und dem Mitarbeiter klar sein, was er bringt, wie er es leistet und was von ihm erwartet wird. Daraus ergeben sich die Informations- und die Reflektionspflichten gegenüber dem Mitarbeiter.
Sprechen Sie mit ihm und zeigen ihm auf, wo er bereits gut ist und wo er sich noch verbessern kann. Schaffen Sie die notwendigen Rahmenbedingungen (Standort, Konzept, Preis-/ Leistungsstruktur, aktive Werbung, zielgerichtete Aus- und Weiterbildung, leistungsgerechte Entlohnungsmodelle usw.). Wenn Sie gemeinsam mit jedem einzelnen Ihrer Mitarbeiter daran arbeiten, werden die Ziele erreicht.

„Facebook“ – der neue Hype von Peter Hofmann

Wie, Sie haben noch nicht von Facebook gehört, Sie sind noch nicht mit dabei?

Ob es für Sie Zeit wird oder nicht müssen Sie schon selbst entscheiden. Ich bin seit etwa einem Monat dabei und habe meine Erfahrungen gesammelt. Zunächst einmal ein paar Informationen:

FACEBOOK IST EINE WEBSITE ZUR BILDUNG UND UNTERHALTUNG SOZIALER NETZWERKE, DIE DER FIRMA FACEBOOK INC. MIT SITZ IM KALIFORNISCHEN PALO ALTO GEHÖRT.

Größte Anteilseigner sind Mark Zuckerberg (30 %), Peter Thiel (7 %), Digital Sky Technologies (6,9 %) und Microsoft (1,6 %). Am 21. Juli 2010 hatte die Plattform nach eigenen Angaben 500 Millionen aktive Nutzer weltweit.
Jeder Benutzer verfügt über eine Profilseite, auf der er sich vorstellen und Fotos oder Videos hochladen kann. Auf der Pinnwand des Profils können Besucher öffentlich sichtbare Nachrichten hinterlassen oder Notizen veröffentlichen.
Alternativ zu öffentlichen Nachrichten können sich Benutzer persönliche Nachrichten schicken oder chatten.
Freunde können zu Gruppen und Events eingeladen werden. Facebook verfügt zudem über einen Marktplatz, auf dem Benutzer Kleinanzeigen aufgeben und einsehen können.
Durch eine Beobachtungsliste wird man über Neuigkeiten, z. B. neue Pinnwandeinträge auf den Profilseiten von Freunden informiert.
Die Benutzer auf Facebook sind in Universitäts-, Schul-, Arbeitsplatz- und Regionsnetzwerke eingeteilt.
Laut einer Pressemeldung von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte die Website zum sechsjährigen Geburtstag der Plattform am 5. Februar 2010 die 400-Millionen-Benutzer-Grenze überschritten und ist laut comstore die am häufigsten besuchte Kontaktwebsite.
2008 wurde Facebook in über 75 Sprachen angeboten. Monatlich werden drei Milliarden Bilder und zehn Millionen Videos hochgeladen.
Die meisten Nutzer stammen dabei aus den Vereinigten Staaten und sind jünger als 25 Jahre. In Deutschland hat Facebook per Juli 2010 9,948 Millionen Mitglieder.

59 % der deutschen Nutzer sind zwischen 18 und 34 Jahren alt, die Männer sind mit 49 % knapp schwächer vertreten als die Frauen mit 51 %.

In der Schweiz hat Facebook derzeit 2,234 Millionen aktive Nutzer, die Männer sind mit 49,9 % leicht schwächer vertreten gegenüber den Frauen mit 50,1 %. Der Anteil der 18 bis 34-jährigen Benutzer liegt bei rund 57 %. In Österreich liegt die Nutzerzahl bei 2,087 Millionen, der Frauenanteil beträgt 50,4 % zu 49,6 % Männeranteil, die Altersgruppe 18 bis 34 Jahre beträgt rund 56 %. Damit nutzen in Deutschland 12, in der Schweiz 29 und in Österreich 25 % der Bevölkerung die Plattform. Große Wachstumsmärkte liegen für Facebook vor allem in Asien. Im Februar 2010 war das soziale Netzwerk laut einer comScore Statistik zum Beispiel in Malaysia (77,5 %), Singapur (72,1 %) und Hongkong (62,5 %) bereits Marktführer. In Malaysia betrug die Steigerung von März 2009 bis März 2010 364 % auf fast sechs Millionen Nutzer.

Durch die kontinuierliche Weiterverbreitung des Internets, vor allem des mobilen Internets über Smartphones, wird sich dieser Trend in Zukunft fortsetzen. Jeff Rothschild gab in einer Präsentation Anfang Oktober 2009 bekannt, dass die Infrastruktur von Facebook aus 30.000 Servern bestehe.
Anhand einer im Juni an der Velocity Conference von Tom Cook (Facebook) veröffentlichten Präsentation dürfte die Anzahl der in der Infrastruktur genutzten Server sich innerhalb von 9 Monaten auf rund 60.000 verdoppelt haben.
Soweit so gut, was passiert aber in der täglichen Praxis?

Mann/Frau legt eine eigene Seite an, legt seine Daten fest, die er/sie veröffentlichen möchte, lädt das Profilbild hoch und fängt das Stöbern an.

„WER IST WOHL NOCH SO IM NETZ?“ Schnell sind die ersten bekannten Gesichter gefunden und die Freundschaftsanfragen versendet.
Dann wartet man darauf als „Freund“ bestätigt zu werden. Nachdem die meisten nicht ständig im NETZ präsent sind, vergehen meist ein zwei Tage bis die Antwort per E-Mail kommt. Dann steht der erste Grundstock von Freunden.

EINES MUSS ABER JEDEM KLAR SEIN – MIT ECHTER FREUNDSCHAFT HAT DAS GANZE GAR NICHTS ZU TUN.

Es geht um Kontakte, Bekanntschaften und manchmal auch um mehr. Jeder hat dann die Möglichkeit, Bilder und Texte von sich ins Netz zu stellen.
Damit sind diese sichtbar für alle Freunde (so sie freigegeben sind) und jeder, der möchte, kann am Geschehen teilnehmen. So interessant das Ganze ist, eines muss jedem klar sein, der sich darauf einlässt – ES KOSTET ZEIT!
Die ganze Geschichte ist kostenfrei, aber der Zeitbedarf ist bei aktiver Nutzung enorm.
Am interessantesten sind allerdings die Möglichkeiten für das eigene Unternehmen. Sie können ganz einfach eine Seite für Ihr Unternehmen erstellen und über Facebook bekannt machen.
Auch hier können Sie den Salon mit Bildern zeigen, Ihr Team präsentieren, Pressetexte veröffentlichen, Einladungen aussprechen, Kennenlern-Gutscheine anbieten usw.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Sicher macht es Sinn, die eigenen Kunden als Gemeinde aufzubauen. Voraussetzung ist allerdings, dass Ihre Kunden wissen, dass Ihr Salon in Facebook präsent ist und wie Sie zu finden sind.

Daher sollte auch die Facebook-Adresse im Salon, im Schaufenster und natürlich auf der eigenen Homepage präsentiert werden.

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